Teufel Nr. 47 fliegt aus der Hölle

Marionettenbühne Mummenschanz zeigt Puppentheater in der Markuskirche

Das Ensemble hat sich wieder liebevoll mit der Inszenierung und den Marionetten auseinandergesetzt

Teufel Nr. 47 will nur noch Gutes tun.

Lüdenscheid – Wer sich eine Stunde lang effektvoll in eine andere Welt versetzen lassen möchte, der ist bei den Stücken der Lüdenscheider Marionettenbühne Mummenschanz an der richtigen Adresse.
Derzeit spielt das neunköpfige Ensemble regelmäßig einmal im Monat sonntags ab 15 Uhr das Stück „Vom Teufel, der aus der Hölle flog“ in
der Markuskirche am Breitenfeld 62.
In der dramatischen Komödie von Albrecht Gralle, die das Puppenensemble für seine Belange umgeschrieben hat, dreht sich alles um Teufel
Nr. 47, der gelangweilt ist von seinen schändlichen Werken und es plötzlich viel spannender findet, Gutes zu tun. Als er deswegen aus der
Hölle verbannt wird, klopft er an der Himmelpforte an. Doch ist es tatsächlich möglich für einen Teufel, einfach so von Gott in den Himmel aufgenommen zu werden?
Einmal mehr hat Puppenbauer Andreas Ermster die Inszenierung liebevoll gestaltet. Detailreich aus Styropor, Holz und anderen Materialien wurden die Marionetten hergestellt. Mit großem Aufwand wurden Hintergründe handgemalt. Und die modernen Bühnen- und Beleuchtungs-
effekte lassen das einstündige Stück für Groß und Klein zu einem lohnenswerten Genuss werden, wobei der Eintritt zu allen Aufführungen
frei ist.
„Wir möchten jedem ermöglichen, dabei zu sein, auch Menschen, die nicht viel Geld zur Verfügung haben“, erklärt Ermster. Wer allerdings möchte, kann nach jeder Vorstellung des wunderschön gestalteten Marionetten-Theaterstückes freiwillig auch einen Betrag für das Ensemble spenden.
Gegründet wurde die Marionettenbühne Mummenschanz bereits im Jahr 2008 – seither weckten die Puppenspieler auch schon das Interesse
von TV-Sendern.
Folgende Vorstellungen sind noch geplant, Beginn ist immer um 15 Uhr: jeweils sonntags, 29. März, 26. April, 24. Mai und 28. Juni in der Markuskirche. bot