Ringen um Kirchgang zu Weihnachten

Evangelische Kirche von Westfalen rät Gemeinden zum Verzicht

Bielefeld/Paderborn/Essen – Die Evangelische Kirche von Westfalen rät ihren Pfarreien zum Verzicht auf öffentliche Veranstaltungen – Weihnachtsgottesdienste eingeschlossen.
Grund sind die hohen Infektionszahlen durch Corona.
In einer Erklärung heißt es, man empfehle „dringend, ab sofort und über die Weihnachtsfeiertage – voraussichtlich – bis zum 10.01.2021
auf alle Präsenzgottesdienste und andere kirchliche Versammlungen (in Gebäuden und unter freiem Himmel) zu verzichten“.
„Schweren Herzens“ habe man sich dazu durchgerungen, erklärte Präses Annette Kurschus.
Auch die Lippische Landeskirche empfahl am Mittwoch „dringend, ab sofort bis zum 10. Januar alle Präsenzgottesdienste abzusagen“.
Anders beim Erzbistum Paderborn. Hier hat man sich dazu entschieden, dass Gottesdienstveranstaltungen zu Weihnachten weiterhin
angeboten werden sollen – unter den Maßgaben der derzeit strikten Hygienekonzepte versteht sich.
„Wir wollen natürlich auch in dieser Situation verantwortungsvoll handeln“, so Sprecher Thomas Throenle vom Erzbistum. Man beobachte
auch ständig die Lage, und von daher könne durchaus geschehen, dass in Orten mit besonders angespannter Corona-Situation, Veran-
staltungen ausfallen könnten. Aber bisher sei das nicht der Fall.
Auch das Ruhrbistum Essen verzichtet auf eine generelle Absage von Weihnachtsgottesdiensten. Man setze auf die Wirksamkeit der Hygienekonzepte, zwinge aber auch keine Gemeinde, in jedem Falle Präsenzgottesdienste anzubieten, so ein Sprecher. Das Bistum Münster
will ebenfalls keinen Verzicht auf Präsenzgottesdienste. „Gottesdienste können Menschen Halt und Kraft geben“, heißt es aus dem Bistum. kna/lnw/LK