Ingrid Weiland

Monatsschlussgottesdienst mit Hanno Kreft (Pfingstsamstag 20-5-20 – Christuskirche)

Ih—Der Monatsschlussgottesdienst am Pfingstsamstag in der Christuskirche sollte eigentlich vom Frauenchor „Cantabile“ mitgestaltet werden.  Doch wegen der Corona-Pandemie war ein Chorauftritt nicht erlaubt.
Erfreulicherweise hatte Hanno Kreft, Sänger und Dirigent des Frauenchores, sich bereit erklärt, gemeinsam
mit Kirchenmusiker Wolfgang Kimpel (Orgel) den musikalischen Teil zu übernehmen.
Und die Besucher, die sich selbstverständlich an die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln halten mussten,
waren sichtlich erfreut darüber, dass sie mal wieder   gemeinsam mit anderen einen Monatsschlussgottesdienst feiern konnten.
Die Verkündigung durch die Musik und die durch das Wort, die Pfarrerin Bärbel Wilde – unterstützt durch Gemeindemitarbeiterin Sabine
Seidel – übernommen hatte, waren harmonisch aufeinander abgestimmt.  Mit dem Eingangssong, dem Pfingstlied „O Heiliger Geist, kehr
bei uns ein“ von Michael Schirmer, einem bedeutenden Kirchenliederdichter der Barockzeit, und einem Gebetslied des zeitgenössischen Liedermachers Manfred Siebald   wurde die biblische Pfingstbotschaft vom Wirken des Geistes Gottes unterstrichen.
Hanno Kreft beeindruckte vom ersten bis zum letzten Augenblick als stimmgewaltiger Gesangssolist, der ohne Mikrofon auftrat, dessen Liedvorträge von der Empore aus aber im ganzen Kirchenraum klar und deutlich zu verstehen waren.  Werke, mit denen er „glänzte“,
waren   unter anderem „Engel vom Himmel“ von Josef Rheinberger, mit dem er die Zusage „Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie
dich behüten auf allen deinen Wegen“ aus dem 21. Psalm  unterstrich,  der von Siegfried Fietz vertonte  Text „Von guten Mächten  treu und
still umgeben“, den Dietrich Bonhoeffer einige Monate vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg verfasste und „The Lord’s Prayer, ein gesungenes Vaterunser von  Michel Head. Passend zum 23. Psalm trug er „Gott ist mein Hirte“ aus den biblischen Liedern von
Antonin Dvorak vor.
Auf diesen Psalm bezog auch die Ansprache von Pfarrerin Bärbl Wilde. Sie hob hervor, dass es im Leben eines Menschen nicht immer nur
"grüne Auen“ gibt, sondern auch „dunkle Täler“, man aber auch in der Not mit der Begleitung durch den guten Hirten rechnen darf.
Mit dem 91. Psalm trat die Gemeinde mit Fürbitten für alle ein, die infolge der Corona-Krise zurzeit durch „dunkle Täler“   gehen und Bei-
stand und Trost brauchen.
Mit großem Beifall für Hanno Kreft und für Wolfgang Kimpel, der nicht nur den Sologesang begleitete, sondern auch mit seinem brillanten
Vor- und Nachspiel an der Orgel begeisterte, machte die Gemeinde deutlich, dass sie sich über ein baldiges Wiedersehen und – hören mit
beiden freuen würde.
Im Namen aller dankte Pfarrerin Bärbel Wilde auch Felix Dohrmann und Ronald Böttner, die für einen reibungslosen technischen Ablauf
gesorgt hatten.

Fotos von Hanno Kreft, der im Monatsschlussgottesdienst am Pfingstsamstag in der Christuskirche die Gemeinde durch seinen Sologesang
zutiefst beeindruckt