„Christlicher Glaube und Politik“

Pfarrer Dirk Vetter Beauf- tragter für Männerarbeit im Kirchen- kreis. Foto : Weiland

Lüdenscheid – Auf Einladung des Männertreffs der Christuskirchengemeinde hielt Dirk Vetter, Beauftragter für Männerarbeit
im Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, einen Vortrag zum Thema „Christlicher Glaube und Politik“.
Er nahm seine Hörer mit auf einen Streifzug durch die Geschichte von Politik und Kirche. Dieser begann in alttestamentarischer Zeit, in der zum Beispiel König David versuchte, seine Beziehung zu Gott zu leben, und erstreckte sich bis in die Gegenwart.
Politik spielte beim Volk Israel schon früh eine wichtige Rolle, weil sie sich darum kümmerte, dass die 10 Gebote eingehalten wurden.
Im 4. Jahrhundert, als das Christentum unter Kaiser Konstantin I. im Römischen Reich zur Staatsreligion wurde, durften ihre Mitglieder keine eigenen Entscheidungen treffen.
Für Luther stand Gott über der Machtstruktur der Kirche und der weltlichen Obrigkeit.
Vetter bezeichnete Demokratie und Menschenrechte als „Errungenschaften des christlichen Glaubens“. Er führte auch Beispiele für Theologen an, die sich aus Überzeugungsgründen in die Politik ihrer Zeit einmischten und – wie Karl Barth - sich gegen die HitlerDiktatur wandten und in der Adenauer-Zeit die Wiederbewaffnung kritisierten.
In der abschließenden Diskussion ging es darum, dass Christen die Aufgabe haben, Nächstenliebe zu üben und folglich anderen 
                            - zum Beispiel Flüchtlingen – helfen sollten. ih