Beerdigungen passend zum Schutzkonzept

Trauerfeiern, Trauungen und Taufen sind wieder möglich – unter Einhaltung der Auflagen

Beerdigungen mit Trauergästen sind eingeschränkt wieder möglich. ARCHIV-FOTO: MESSY

Lüdenscheid – Gottesdienste können, unter den gebotenen Sicherheitsmaßnahmen, wieder in den Kirchen gefeiert werden. Damit sind auch Amtshandlungen wie Trauungen, Taufen und Bestattungen möglich – unter Berücksichtigung der jeweiligen Schutzkonzepte.
Allerdings raten sowohl der evangelische Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg als auch die katholische Pfarrei St. Medardus nach wie vor
dazu, zu überlegen, ob Trauungen und Taufen nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können.
Außerdem empfiehlt der Kirchenkreis, weiterhin auf Gottesdienste zu besonderen Anlässen wie Konfirmation, Jubiläen oder Einführungen
zu verzichten.
Für Bestattungen können Kirchen und Kapellen gemäß der Schutzauflagen zwar wieder genutzt werden. Aber auch da rät der Kirchenkreis
mit Blick auf seine 23 Gemeinden mit ganz unterschiedlichen Gegebenheiten dazu, auf die Möglichkeit einer späteren Gedenkfeier hinzuweisen.
Das gilt vor allem dann, wenn mit einer größeren Trauergemeinde zu rechnen ist. Für die Beerdigung gilt dass sowohl in Trauerhallen, Kirchen oder Kapellen die Regelungen des jeweiligen Schutzkonzeptes einzuhalten sind, auch wenn es sich um nichtkirchliche Gebäude handelt. Wenn
die Kapellen nicht genug Platz bieten, sollte überlegt werden, ob für Trauerfeiern, insbesondere zur Einäscherung, nicht stattdessen eine größere Kirche genutzt werden könne. Bereits am Eingang sollte eine Möglichkeit bestehen, Kondolenzbriefe abzulegen. „Es ist darauf zu achten, dass es vor dem Einlass nicht zur Gruppenbildung kommt. Hausstandsgruppen sollte gemeinsames Sitzen ermöglicht werden“, teilt der Kirchenkreis in seinen allgemeinen Vorgaben mit.
Generell müssen sowohl in der Kirche als auch beim Zug zum Friedhof und bei der Versammlung rund um das Grab entsprechende Abstände eingehalten werden. Kapellen mit nur einem Einund Ausgang sollten daher nach Möglichkeit nicht genutzt werden.
Nach wie vor gilt, dass am Grab nicht kondoliert werden darf und der Friedhof direkt nach dem Abschiednehmen zu verlassen ist. Wartende und Gehende dürfen sich dabei nicht begegnen.
Der Erdwurf darf nur mit bloßen Händen erfolgen. Auf Schalen mit Blütenblättern sollte gänzlich verzichtet werden.
Auf die Einhaltung dieser Vorgaben hat demnach der Liturg oder die Liturgin zu achten.
Für die Pfarrei St. Medardus ergeben sich für Beerdigungen durch die Lockerungen kaum Änderungen. Theoretisch seien Trauerfeiern in der Friedhofskapelle an der Rahmedestraße wieder möglich, erklärt Pfarrer Andreas Rose. Diese sei aber so klein, dass gemäß der Abstandsregeln nur etwa vier bis fünf Personen Platz finden.
Er rät daher weiterhin dazu, sich für Beerdigungen nach Möglichkeit draußen zu treffen.
Wer in dieser Zeit eine Trauung oder Taufe nicht verschieben möchte, muss strenge Auflagen einhalten – allen voran geht es dabei um die Sicherheitsabstände, mit Ausnahme der Gruppen, die in einem gemeinsamen Hausstand leben.
Beim eigentlichen Taufakt muss sich der Liturg unmittelbar vorher die Hände desinfizieren und darf den Täufling nicht im Gesicht berühren. Das Taufwasser kann direkt aus der Kanne gegossen werden, anstatt aus dem Becken geschöpft zu werden. Nach dem Gottesdienst müssen alle Geräte desinfiziert werden.
Bei Trauungen kann ein gemeinsamer Ein- oder Auszug nur erfolgen, wenn das Schutzkonzept das zulässt.
Bei evangelischen Trauungen könne laut Kirchenkreis zudem auf Trauzeugen verzichten werden. Wenn der Liturg einen angemessenen Abstand halten kann, kann dieser auf einen Mund-NasenSchutz verzichten, heißt es außerdem. Auf das Auflegen der Hand auf die gefalteten Hände des Paares sowie auf das Überreichen der Ringe und den Segen mit Handauflegung muss verzichtet werden.

Mit freundlicher Genehmigung der Lüdenscheider Nachrichten.