Osterbotschaft mitten im Stadtpark

Christuskirchengemeinde: Angebote ohne Präsenzgottesdienste

Udo und Elke Fiedler erkundeten den Osterhof an der Christuskirche. FOTOS: GÖRLITZE

Bereits am Karfreitag hatten viele Spazier- gänger im Stadtpark Zweige gesucht, um damit Kreuze zu basteln

An der Markuskirche ließen sich unter anderem Kordula und Helmut Lüttringhaus inspirieren

VON BETTINA GÖRLITZER Lüdenscheid – „Wissen Sie, wer das gemacht hat?“ fragten Spaziergänger mit Hund, die sich am Karfreitag über die dekorierten Stationen im Stadtpark wunderten. Und beinahe jeder, der den Hauptweg entlang ging, blieb an mindestens einer der Texttafeln stehen, las von den einzelnen Etappen auf dem Kreuzweg Jesu und was sie für Menschen heute für eine Bedeutung haben können.
Gottesdienste über Ostern gab es nur im Internet. Die evangelische Christuskirchengemeinde hat sich daher gleich mehrere Möglichkeiten überlegt, den Menschen die Geschichte von Tod und Auferstehung nahezubringen.
Am augenfälligsten, nicht nur für Gläubige war der meditative Kreuzweg im Lüdenscheider Stadtpark. An mehreren Stationen mitten im Park gab es Texte, die die biblische Geschichte erzählten, daneben Gebete und Wünsche, die die Botschaft dahinter in die Gegenwart übertrugen, ohne sie religiös zu überfrachte.
Esging um Vorurteile, Lasten, Nöte, den Wunsch nach Unterstützung. Dazu gab es auffällige Hingucker mitten in der Landschaft des Parkes: Ein rotes Tuch, über eine Bank drapiert, daneben das Wort „Urteil“, ein Korb mit Bindfaden und Schere vor einem Baum, mit der Aufforderung Kreuze aus Zweigen zu binden – bereits am Karfreitag lehnten schon etliche an dem Baumstamm. Schlagworte wie
Verurteilen“, „nur anstrengend“ und „hinschauen“ auf leuchtend gelbem Papier, brachten das Thema der jeweiligen Kreuzwegstation auf den Punkt. Daneben standen einfache Gebete und Wünsche für Menschen von heute, die konkret zu den jeweiligen Situationen passten.
Weitere Freiluft-Aktionen der Gemeinde waren der Osterhof an der Christuskirche und der Ostergarten an der Markuskirche. Da sich dorthin die Menschen eher gezielt aufmachten, waren die Inhalte und Botschaften detaillierter.
Während an der Markuskirche über QR-Codes weitere Impulse zu den ausgehängten Bildern und Texten zu bekommen waren, gab es an der Christuskirche „die Osterbotschaft mit allen Sinnen zu erleben“ mit Texten zum Mitnehmen und Aktionen zum Mitmachen.
Manche Christen nutzten die Gelegenheit, einen Ausflug zu allen Standorten zu machen und bezogen dabei auch den Osterweg in Maria Königin mit ein, so zum Beispiel Elke und Udo Fiedler oder Kordula und Helmut Lüttringhaus. ging um Vorurteile, Lasten, Nöte, den Wunsch nach Unterstützung.