ZUM SONNTAG

„Oh, ich fühle mich so glücklich!“

Von Irmtraut Huneke
Vor Corona war ich über Ostern in Ägypten. Als wir ins Hotel fuhren, sagte der Reiseleiter: „Der Fahrer ist Moslem und ich bin Christ, das ist bei uns kein Problem.“
In der wunderschönen Ferienanlage saß ich am Karfreitag nachdenklich an einem Tisch, als ein junger Animateur fröhlich auf mich zukam, um mich zu einer Show einzuladen. Ich bedankte mich und sagte: „Heute ist für mich als Christin ein besonderer Tag, darum möchte ich nicht teilnehmen.“
Statt weiterzugehen, ergab sich ein Gespräch. Er erzählte mir, dass seine Eltern Moslems seien und er nicht wisse, was er glauben solle. So konnte ich ihm etwas über mein sinnerfülltes Leben mit Jesus erzählen, und dass ich mich auf die Ewigkeit bei ihm freue. Wir sprachen ein bisschen Englisch und dann wieder Deutsch. Er fragte und hörte aufmerksam zu. Nach einer Weile reichte er mir eine Hand und legte die andere auf sein Herz mit den Worten: „Bitte bete für mich!“ Ich war überrascht und betete spontan. Ich stellte ihn unter Gottes Schutz und Segen und bat den Heiligen Geist, ihm übernatürlich zu begegnen, damit er seine Liebe und Vergebung erfahren möge.
Nach dem Gebet sagte er: „Oh, ich fühle mich so glücklich!“ Bevor er voller Freude davon hüpfte, gab ich ihm noch mein Kärtchen. Auf der Rückseite steht – Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Tür zum himmlischen Vater.“
Irmtraut Huneke, Christuskirche, Vorsitzende der evangelischen Allianz Lüdenscheid