Musikalischer Schlussgottesdienst

Hanno Kreft beeindruckt mit Sologesang in der Christuskirche

Lüdenscheid – Alle, die sich am Samstag zum ersten Monatsschlussgottesdienst in diesem Jahr in der Christuskirche eingefunden hatten,
waren sichtlich erfreut darüber, dass es nach langer Corona-Pause endlich wieder möglich war, zu einer solchen besonderen Feierstunde zusammenzukommen. Gemeindegesang war zwar noch nicht erlaubt. Dafür sorgte der Sänger, Chorleiter und Gesangspädagoge Hanno
Kreft gemeinsam mit Kantor Wolfgang Kimpel für den musikalischen Teil.

Die Verkündigung durch die Musik durch das Wort, bei der Pfarrerin Bärbel Wilde durch Presbyterin Ute Leitner (Liturgie) unterstützt
wurde, waren harmonisch aufeinander abgestimmt.

Die ersten Lieder handelten von Bitten, die Menschen an Gott richten. So ging es in Beethovens Lied „Bitten“ (mit dem Text von Christian Fürchtegott Gellert) um Gottes Barmherzigkeit und um Mut in Zeiten der Not. Beten, Lobsingen, Danken und Glauben – das waren die vier Schwerpunkte, auf die sich die Ansprache und die Musik bezogen. Zur Orgelbegleitung von Wolfgang Kimpel glänzte Hanno Kreft mit dem
Lied „Täglich will ich dir lobsingen“ aus der Feder des Predigers und Organisten der Herrnhuter Brüdergemeine, Woldemar Vouillaire, und
mit „A clare benediction“, einer Hymne mit vier Strophen von John Rutter zu den Themen „Barmherzigkeit“, „Gottes Schutz“ und „Gottes
Segen“.

Mit eindrucksvollen Geschichten machten Bärbel Wilde und Ute Leitner deutlich, dass das, „was wir als Fluch betrachten, auch Segen sein
kann“ und dass man auch in schweren Situationen das Danken nicht vergessen sollte. Dieses Anliegen unterstrich Kreft mit dem bekannten
Lied „Danke für diese Abendstunde“. Als glänzenden Schlusspunkt setzte er schließlich „Notre père“, ein von Maurice Durouflé vertontes Vaterunser, hinter den Monatsschlussgottesdienst, in dessen zweitem Teil es um das ging, was Gott von den Menschen erwartet.

Mit großem Applaus für den Gesangssolisten und für Wolfgang Kimpel, der nicht nur den Gesang begleitete, sondern auch mit seinem brillan-
ten Vor- und Nachspiel an der Orgel begeisterte, danke die Gemeinde für das Erlebnis nach der mehrmonatige Corona-Pause.  ih