ZUM SONNTAG

„Ein Gebet ist ein neuer Anfang“

„Durch Gebete schneller gesund“. Das war die Schlagzeile in einer Zeitung. Ich stutzte und begann zu lesen: „In einer Intensivstation für Herzkranke hat eine durchgeführte Studie ergeben, dass der Krankheitsverlauf von Patienten, die beten, günstiger verlief.“
Ich denke, dass man diese Aussage nicht so missverstehen darf, dass Beten wie eine Wunderdroge wirkt. Doch wenn ich bete, verändert sich etwas in mir, in meiner Einstellung. Das Vertrauen wächst, dass Gott die Macht hat zu helfen, so wie
es in dem Lied von Paul Gerhardt „Befiehl du deine Wege“ heißt: „Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir‘s nicht.“
Bei Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wenn ich mit Gott rechne, vertraue ich darauf, dass ich nicht nur in der Hand der Ärzte bin. Ich gebe mein Leben in Gottes Hand. Es ist schon denkbar, dass sich das bis in meine körperliche Verfassung hinein auswirkt.
Dagegen stabilisiere ich eine schwierige Situation durch negatives Denken. Damit sind so Sätze gemeint wie: „Gott hat mich vergessen.“ „Es gibt keine Hoffnung.“ Das fixiert mich auf die Notlage. Ich rechne nicht mehr mit den Möglichkeiten Gottes. Seine Gegenwart wird mir irreal. Seine Liebe zweifelhaft. Misstrauen gegen Gott kann krank machen.
Doch ein Gebet ist ein neuer Anfang. Gottvertrauen mindert die Angst. Die Geborgenheit macht zuversichtlich. Beten heißt dann auch, Gott zu danken. Und Dankbarkeit kann zufrieden machen. Und sogar zur Gesundung beitragen.
Diesen Sonntag beginnt die weltweite Allianzgebetswoche. Auch in Lüdenscheid – coronabedingt anders als sonst.
Eine Einladung zum Gebet. Machen Sie einen Anfang. Beten hilft!