Über die Liebe Gottes zu den Menschen

„Er lebt das, worüber er schreibt“, sagte Angelika Eckstein (Mitte) im Interview mit Sabine Langenbach über ihren Mann Prof. Dr. ans-Joachim Eckstein. . Foto: Görlitzer

Gemeindetage: Prof. Dr. Eckstein erklärt die frohe Botschaft aus Sicht der Reformatoren

Von Bettina Görlitzer
LÜDENSCHEID . „An den mich tragenden Beziehungen hängt mein Herz“, so brachte Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein das Thema der diesjährigen Gemeindetage unter dem Wort für sich persönlich auf dem Punkt.
Der Theologe und Autor war gestern Abend der erste Referent der Veranstaltungsreihe in der Christuskirche.
Vor dem Vortrag nutzte Moderatorin Sabine Langenbach die Gelegenheit, nicht nur den Referenten zu befragen, sondern auch dessen Ehefrau Angelika. Diese betonte „Er lebt das, worüber er schreibt“ und machte damit neugierig auf das Folgende.
Wunschgemäß beantwortete Eckstein, der unter anderem Autor zahlreicher theologischer Schriften und Bücher ist, die Frage „Woran hängt mein Herz?“ mit dem Fokus auf 500 Jahre Reformationsgeschichte.
Vor rund 350 Zuhörern in der Christuskirche erklärte er, warum Martin Luther sein Herz an die frohe Botschaft des Evangeliums gehängt habe, wie er sie im Brief des Apostels Paulus an die Römer erlebt habe.
Eckstein führt aus, dass dort der Kern des christlichen Glaubens an die Liebe Gottes zu den Menschen auf den Punkt gebracht werde. Ein Gott, der den Menschen offenbare, dass er sie annimmt und liebt, ohne dass sie dafür etwas leisten müssten – allein durch den Glauben an ihn erführen sie Heil. Eckstein sprach von der Kraft der Worte, die im Römerbrief zum Ausdruck komme. „Nichts beschämt uns mehr als die Liebe.“ Aber gleich-
zeitig seien es die Liebe beziehungsweise die Beziehungen, in denen Menschen leben –auch die zu Gott –, die ausschlaggebend dafür seien „wie wertvoll wir uns empfinden.“