Treffen in Berlin-Friedrichshain

Christuskirchengemeinde fährt zum Kirchentag / Erinnerung an DDR-Zeiten

Fotos Weiland

 

Fünf erlebnisreiche, mit zahlreichen interessanten Begegnungen verbundene Tage, an die sie noch lange zurückdenken werden, liegen hinter den 34 Lüdenscheidern, vom 24. bis zum 28. Mai an der von Petra Gremmels vorbereiteten Fahrt der evangelischen Christus-Kirchengemeinde zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg teilgenommen haben.
In Berlin hatten sie die Qual der Wahl zwischen unzähligen Veranstaltungen – angefangen bei einem Gottesdienst mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford- Strohm, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Barak Obama über Bibelarbeiten mit Bundesinnenminister Lothar de Maizière, SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, wie Eckart von Hirschhausen, Konzerte und andere kulturelle Angebote mit prominenten Künstlern bis hin zu Besuchen des „Markts der Möglichkeiten“ und eines einzigartigen Abends im Lichtermeer des
Sommergartens auf dem Messegelände.
Am „Abend der Begegnung“ suchten einige Leute aus der Lüdenscheider Gruppe auch die Stände der Partnergemeinde St. Markus und der mit ihr verbundenen afrikanischen Gemeinde „Centre Chrétien Agapé“ auf, um sich zu stärken und um den Posaunenklängen der Bläsergruppe zu lauschen.
Bevor es über die Lutherstadt Wittenberg, wo man nach nicht enden wollendem Fußmarsch in sengender Hitze am Festgottesdienst zum Abschluss des Kirchentags teilnahm, wieder nach Lüdenscheid zurückging, folgten rund 20 Mitglieder der Christuskirchengemeinde noch der Einladung ihrer Partnergemeinde St. Markus in Berlin-Friedrichshain zu einem Festabend im schönen Pfarrgarten.
Die partnerschaftlichen Kontakte bestehen schon seit 1961. Bevor die Mauer fiel und die Berliner zum ersten Mal die Lüdenscheider besuchen konnten (1990), waren von der Christuskirchengemeinde 30 Jahre lang unzählige Lebensmittel- und Geschenkpäckchen an die Gemeinde im Osten Berlins verschickt worden. Für diese Unterstützungsaktion zu DDR-Zeiten hatte sich vor allem die unvergessene Gemeindeschwester Anni Käm-
merer stark gemacht, an die man an dem Begegnungsabend voller Dankbarkeit zurückdachte.
Die Gemeinde in Friedrichshain benennt sich immer noch nach ihrer im Zweiten Weltkrieg zerstörten Markuskirche, von der sich auch der Name der Lüdenscheider Kirche am Breitenfeld ableitet.
Mit einer Andacht, die Pfarrer Johannes Siemang von der gastgebenden Gemeinde zusammen mit Pfarrer Rainer Gremmels von der Lüdenschei-
der Christuskirche leitete, wurde das Beisammensein eröffnet, dem die Martin-Luther-Kantorei aus Kapstadt musikalische Akzente aufsetzte.
Anschließend kam man an reich gedeckten Tischen zum Speisen zusammen. Dabei genoss die Lüdenscheider Gruppe bis in die Nacht hinein die Begegnungen und Gespräche mit den Partnern in Friedrichshain, die voraussichtlich 2018 zum Gegenbesuch in Lüdenscheid kommen werden. . ih