Erster „Neuland“-Gottesdienst in der Markuskirche (25-6-17)

Ingrid Weiland

Ih—„Ich betrete Neuland  und geh‘ dabei an Gottes and…“ Ha Hand…“ – mit diesem Song, den Andreas Teil und Victoria Klein eigens für den ersten „Neu-
land“-Gottesdienst geschaffen hatten, wurde am Sonntagmorgen die neue Gottesdienstreihe in der Markuskirche eröffnet. Gemeinsam mit weiteren  Band-Mitgliedern luden sie dazu ein, den Aufbruch in ein unentdecktes Glaubensland zu wagen.
Auch Frank Adler, der den Gottesdienst moderierte und die vielen Besucher begrüßte,  gehörte zu dem hochmotivierten, zum großen Teil aus jungen Leuten bestehenden Team, das die neue Gottesdienstform vorbereitet hatte. Er wünschte  der großen Gemeinde, dass sie dem Thema „Neuland“ auf die Spur kommen möge.
Im Anschluss an einen umfangreichen Lobpreisblock  machte man sich auf, um  auf der für die „Neuland“-Gottesdienste entwickelten Landkarte zu entdecken, an welcher Stelle  man sich gerade im Glaubensland befindet: auf dem Gelände der Höhen und Tiefen,  in der Wüste der Verzweif-
lung, im Land der Hoffnung oder in einer Region der Visionen und Träume.  Die jeweilige Stelle konnte jeder kennzeichnen.
In einer von Gemeindepfarrer Sebastian Schultz geleiteten Talkrunde   wurden Gemeindeglieder  nach ihren „Neuland“-Situationen befragt, in die sie  durch ihre Ausbildung, durch einen neuen Job, durch die Gründung einer Familie oder durch die Flucht geraten sind, die im Fall des Ghanaers Peter  über das Mittelmeer und Italien nach Deutschland  führte, wo er in Lüdenscheid eine Bleibe und Anschluss an die Gemeinde fand. Von Seiten der Gemeinde wurden viele weitere „Neuland“-Erfahrungen zu dem Gottesdienst beigesteuert. Musikalisch wurden alle dazu ermutigt,  „Schritte zu wagen“,  - im festen Vertrauen darauf, dass es für jeden Menschen einen Plan gibt.  Pfarrer Schultz  unterschied drei Arten von „Neuland“-Erfahrungen: Zu diesen gehören neben denen,  die man sich erbeten hat, solche, die das Leben  - zum Beispiel durch  die Ausbildung oder den Arbeitsplatz – mit sich bringt.  Einen krassen Gegensatz zu diesen bilden  Erfahrungen, durch die man von einem Moment zum anderen  - etwa durch eine ärztliche Diagnose oder den Verlust eines geliebten Menschen – in „Neuland“ versetzt wird.  Der Pfarrer führte biblische Persönlichkeiten  als Beispiele für die vier Aspekte an, die einem helfen können,  „Neuland“-Situationen besser  zu bewältigen. Es gelte,  sich in solchen Fällen an Gott zu wenden und ihn um Antworten zu bitten, ein Ja  zu seiner Situation zu finden und  der  Z
usage zu vertrauen, dass Gott einen nicht allein lässt. Auch könne es hilfreich sein,  sich mit Menschen   zu treffen,  deren Situationen der eigenen ganz  ähnlich sind.  Mit dem Satz „ Gott stellt uns immer wieder in ‚Neuland‘-Situationen, aber er gibt uns auch die Kraft, diese anzunehmen“, brachte Schultz den ersten „Neuland“-Gottesdienst schließlich auf den Punkt.   Anschließend bestand Gelegenheit, sich segnen zu lassen und  zu einem gemeinsamen Mit-
tagessen zusammenzukommen.     

Fotos von der Band, deren Mitglieder Andreas Teil und Victoria Klein (auf der linken Seite) das „Neuland“-Lied für den ersten „Neuland“-Gottesdienst geschaffen hatten

Und von der Talkrunde mit Pfarrer Schultz (2.v.r.)  zum Thema „Neuland“-Situationen