„Gemeinsames Bekenntnis“

Ökumenischer Bußgang katholischer, evangelischer und orthodoxer Christen

Der ökumenische Bußgang beginnt nach dem Auszug aus der Kirche St. Petrus und Paulus im Stadtteil Honsel. . Fotos: Weiland

Von Ingrid Weiland
LÜDENSCHEID . Katholische, evangelische und orthodoxe Christen in Lüdenscheid haben es sich seit 1998 zur Tradition gemacht, alljährlich in der Fastenzeit einen ökumenischen Bußgang durch die Stadt durchzuführen.
Auch in diesem Jahr nahmen wieder viele Menschen aus den verschiedenen Gemeinden und aus allen Teilen der Stadt teil.
Mit dem Bußgang wollen die Christen der Stadt Zeichen der Gemeinschaft und des gemeinsamen Bekenntnisses
zum Gekreuzigten setzen.
Gemeindereferentin Marita Franzen (Katholische Gemeinde St. Petrus und Paulus) und Pfarrer Sebastian Schultz  (Evangelische Christuskirchengemeinde) hatten die Vorbereitung und Leitung übernommen.
Erste Station war die Kirche St. Petrus und Paulus, in der die Gemeindereferentin und der evangelische Pfarrer den Bußgang mit einer Bild-
meditation eröffneten.
Zahlreiche Ehrenamtliche aus den Gemeinden, die die Aufgaben als Ordner übernommen hatten, begleiteten zusammen mit Sanitätern und Polizisten den langen Zug, in dem man von der katholischen Kirche im Honsel aus schweigend hinter dem großen, von vier Männern getragenen Holzkreuz her schritt.
In der Kapelle St. Irini-Nektarios in der Sedanstraße, der zweiten Station des Bußgangs, feierte man mit der griechisch-orthodoxen Gemeinde einen Gottesdienst mit der orthodoxen Liturgie. Erzpriester Polyefectos Georgakakis und Subdiakon Sergios Kuckhoff hießen die vielen Gäste
willkommen und drückten ihre Freude darüber aus, dass die Lüdenscheider Christen schon seit 19 Jahren ein gemeinsames Zeugnis für Jesus Christus ablegen und dadurch auch ihre Auferstehungshoffnung ausdrücken.
Auf dem Weg zur Christuskirche legten alle einen Halt vor dem Rathaus ein, um für die Verantwortungsträger der Stadt und alle, die dort ihren Dienst tun, zu beten.
In der stimmungsvoll, nur mit Kerzen beleuchteten Christuskirche, der letzten Station des Bußgangs, wurden sie mit Klaviermusik von Kirchen-
musiker Wolfgang Kimpel begrüßt, der auch den gemeinsamen Gesang begleitete.

Bild Weiland.: Erzpriester Georgagakis (links) und Subdiakon Kuckhoff mit Pfarrer Sebastian Schultz in der griechisch-orthodoxen Kapelle.