Denkbar

Die Sprecher des Kreiskatholikenrates (von links) Kreisdechant Patrick Schnell (Plettenberg), Barbara Vormann (Halver), Stefan Kemper (Altena) laden zur „Denkbar“ ein. . Foto: Görlitzer

LÜDENSCHEID . Die beiden Kirchen rücken in NRW zusammen – so ging es am vergangenen Wochenende über die Nachrichtenticker im Lande. „Es hörte sich fast wie ein guter Aufschlag für eine Veranstaltung an, die bei uns im Kreisdekanat Altena- Lüdenscheid in den nächsten Tagen stattfinden wird,“ so Kreisdechant Patrick Schnell aus Plettenberg.
Das praktische Miteinander von Katholiken, Protestanten und Christen anderer Konfessionen steht beim nächsten „Denkbar“-Abend im Mittelpunkt, zu dem das Bistum Essen für Mittwoch, 21. Juni, von 18.30 bis 21.30 Uhr in die Evangelische Markuskirche, Breitenfeld 62, in Lüdenscheid einlädt.
Es ist die fünfte Veranstaltung an der „Denkbar“ – eine Reihe, die an immer anderen Orten im gesamten Bistum angeboten wird. „Eine Bar ist eben ein Ort, an dem man schnell miteinander ins Gespräch kommt und Kontakte knüpft. Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen werden ausge-
tauscht, wichtige aktuelle Themen besprochen – und nicht selten auch neue Ideen geboren“, beschreibt das Bistum das Konzept. Unter dem Motto „Ene mene öku“ stehen in Lüdenscheid vor allem Modelle ökumenischer Zusammenarbeit in Kirchengemeinden im Fokus.
Neben Interviews und Podiumsgesprächen an der „Denkbar“ – unter anderem mit dem Bischofsvikar für die Ökumene im Ruhrbistum, Weih-
bischof Wilhelm Zimmermann, dem Ökumene-Referenten Volker Meißner und den Bochumer Pfarrern Michael Kemper (katholisch) und Thomas Vogtmann (evangelisch) – werden Projekte vorgestellt und zur Nachahmung empfohlen.
Eingeladen zur „Denkbar“ sind Christen aus allen Teilen des Bistums, darunter auch die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter der Kirche.
„Für uns ist das praktisch ein Heimspiel, während wir sonst ins Ruhrgebiet fahren müssen. Deshalb hoffen wir, über Zusammenarbeit dass die Gemeinden aus unserer Region gut vertreten sein werden“, freut sich Barbara Vormann aus Halver vom Vorstand des Katholikenrates Altena-Lüdenscheid auf einen interessanten Abend.
„Und natürlich wäre es gut, wenn sich auch evangelische Christen aus dem Lenne- oder Volmetal und aus Lüdenscheid angesprochen fühlen würden,“ so ihr Vorstandskollege Stefan Kemper aus Altena.
In vielen Bereichen wie der Nutzung von Kirchen- und Gemeinderäumen könnten die Kirchen schon heute enger zusammenarbeiten. Auch in vielen Bereichen der Seelsorge biete sich das an. Dazu müsse man aber notwendigerweise ins Gespräch kommen, betonen die Mitglieder des Katholikenrates. Dafür könnte der Abend an der „Denkbar“ ein Auftakt sein.
Die Teilnahme ist kostenlos, zur besseren Planung bitten die Veranstalter bis Dienstag, 13. Juni, um eine Anmeldung, entweder per E-Mail an denkbar@bistum-essen.de oder telefonisch unter 02 01 / 2 20 45 83. . gör